Anne-Kathrin Schmidt – MDC cure

Seit August ist Anne-Kathrin Schmidt, kurz: Anne, verantwortlich für den Bereich Behandlungen und Therapie bei MDC. Sie bringt einen reichhaltigen Erfahrungsschatz als Mitgift ein in unsere glückliche Allianz.

Liebe Anne, ich freue mich sehr, Dich gefunden zu haben. Erinnerst Du dich bitte für unsere Leser:innen, wie Du einst zu diesem Beruf gefunden hast?

Ich muss vorausschicken, dass es mein zweiter Beruf ist. Ich habe zuvor eine klassische Karriere als Hotelfachfrau durchlaufen: Ich habe lange für die Ritz-Carlton-Kette gearbeitet, hier war in in Berlin, ich war in Barcelona, ich war ein halbes Jahr in New York und unabhängig davon habe ich auch eine Zeit in Stockholm gearbeitet — einer meiner liebsten Orte auf der Welt. Einmal hatte dann meine Abteilung geschlossen wegen eines Umbaus und das habe ich zum Anlass genommen zu reisen. Acht Wochen lang. Zuerst mit zwei Freunden nach Thailand, die waren beide Physiotherapeuten von Beruf und haben sich dann in Bangkok spontan entschieden eine Ausbildung für Thai-Massage zu machen. Das sollte zwei Wochen dauern, es war auch nicht teuer und von daher habe ich mich entschlossen, mitzumachen. Das war die erste Massagetechnik, die ich gelernt habe und damit begann meine Leidenschaft. 

Kann ja auch sehr schmerzhaft sein — die Thai-Massage, meine ich.

Definitiv! Irgendwann hatten wir uns im Verlauf der 14 Tage alle gegenseitig die Meridiane auf die Körper akupressiert — in Form von lauter blauen Flecken… Ich bin dann im selben Jahr noch einmal nach Thailand geflogen und habe im Norden einen zweiten Kurs für die Nord-Thai-Massage absolviert, danach bin ich nach Bali gereist, um dort auch noch einen Massagekurs zu machen. Danach stand für mich fest: Ich wechsele den Beruf.

Würdest Du sagen, dass Dein Beruf ein Handwerk ist?

Absolut; aber nicht nur. Es ist ein Seelenwerk. Wer in diesem Beruf arbeitet muss mit Herz und Seele dabei sein. Das ist etwas, das man nicht lernen kann. Man muss es fühlen. 

Mir hat mal ein Pizzabäcker aus Neapel erzählt, wie sein Vater ihn zum Nachfolger gekürt hat. Auch der Vater war Pizzabäcker gewesen, der Großvater auch und auch der Urgroßvater. Auf jeden Fall hat sein Vater also den Backstubenältesten gefragt, wer von den beiden Söhnen es werden sollte. Der hat sich von beiden Jungen die rechte Hand zeigen lassen und dann jeweils nur einmal auf den Handballen gedrückt mit dem Daumen. Nur ein Mal. Dann stand sein Urteil fest und derjenige, der mir diese Geschichte erzählt hat, übernahm den väterlichen Betrieb. Und wurde damit übrigens auch sehr erfolgreich. Mehrfacher Weltmeister im Pizzabacken und so weiter.

Man merkt sehr schnell, ob jemand für seinen Beruf geeignet ist. Für mich zählt da vor allem die Leidenschaft. Man braucht, um diesen Beruf gut zu erfüllen, Passion und viel Einfühlungsvermögen. Das Handwerk selbst — das Massieren, die Kosmetik anzuwenden — kann man erlernen. Theoretisch. Gut wird man dadurch trotzdem noch nicht. Die Perfektion, das Einzigartige kommt mit der Passion.    

Für MDC ist es ein Glücksfall, dass Du zurück nach Deutschland gekommen bist nach all Deinen Fahrten, aber darf ich Dich trotzdem fragen, warum Du nicht lieber an einem der herrlichen Orte in Fernost geblieben bist? Bali, zum Beispiel, stelle ich mir sagenhaft vor. Aber auch Stockholm!

Ich habe eine starke Bindung zu meiner Familie. Ich bin, vergleichbar mit Deinem Pizzabäcker, eine Berlinerin in der vierten, vielleicht auch fünften Generation. 

Du sprichst aber nicht den Dialekt.

Ich kann, wenn ich will. Aber meine Eltern haben sehr darauf geachtet, dass ich «Deutsch» lerne — und meinten damit Hochdeutsch. Meine Großmutter hat aber noch im Dialekt gesprochen; das war für mich als Kind eine Herausforderung. Familie ist für mich das Heim und die Wurzel. Die Bindung zu meiner Mutter ist nach wie vor stark. Sie würde niemals hier wegziehen und deshalb hat es mich auch stets wieder zurück nach Berlin gezogen.

Zu Deinen Spezialitäten gehört die Hawaiianische Lomi-Lomi-Massage — kannst Du bitte erklären, was diese Massagetechnik besonders macht?

Die Lomi-Lomi-Massage steht für die Veränderung. Der Kunde oder die Kundin darf sich einen Wunsch vornehmen und die Massage führt ihn oder sie dann an diesen Punkt oder öffnet erste Türen, von dem aus die Transformation zum Erwünschten vollzogen werden kann. 

Verrate ich Dir dann mein Ziel? 

Nein, das behältst Du für Dich. Wie beim Sternschnuppenschauen. Ich fungiere lediglich als Türöffner. Man sollte halt schon einen positiven Wunsch hegen. Mordgelüste bitte nicht! Als erfahrener Therapeut kann man den Kunden schon zu einem Teil auch lesen. Aber es geht ja um einen Energietransfer. Die Energie fließt durch mich hindurch und ich bin dabei bloß der Kanal. Auch das muss man übrigens lernen, wo wir von Handwerk gesprochen haben: Wie man mit Informationen umgeht. Als junger Therapeut wird man manchmal noch mit Informationen konfrontiert, die man sich noch nicht so gut vom Leib halten kann. Aber mit den Berufsjahren baut man sich dann einen Selbstschutz auf. Ich finde mittlerweile in jedem Menschen etwas Schönes. Und da setzt die Lomi-Lomi-Massage an: Sie steht für die Harmonisierung von Körper und Seele. Das macht sie besonders. Die Massagegriffe sind wellenförmig, man wird gehalten wie in Mutters Armen. Es geht um Geborgenheit und dadurch wird es auch emotional. Meistens kommt dann etwas zu Tage, was verschüttet geglaubt war. Wenn Menschen sich daran gewöhnt haben, ihre Emotionen zurückzuhalten: Die Lomi-Lomi-Massage offenbart sie. Und zwar durch die Seele. Denn wenn die Seele entkrampft, lässt auch der Körper seine Blockaden los. Mithilfe der Lomi-Lomi-Massage habe ich in den vergangenen Jahren einige Menschen vor anstehenden Burn-Outs bewahren können. Indem wir Körper und Seele wieder in Einklang bringen konnten.  

Das hört sich fabelhaft an und ich freue mich sehr, dass wir die Lomi-Lomi-Massage bald unseren Kund:innen bei MDC anbieten können. Aber halt leider nicht von Dir selbst, Du bildest aber unsere Therapeutinnen dafür aus. 

Ich muss meiner Passion bewusst den Rücken kehren. Weil ich mich selbst für meine Gesundheit entscheiden muss. Ich musste mich an der Wirbelsäule operieren lassen. Zum einen weil ich als Kind sehr intensiv Schwimmsport betrieben habe, sowie eine angeborene Hyperflexibilität; als Masseur arbeitet aber man viel in einer vorgebeugten Haltung und dadurch kam bei mir ein Bandscheibenvorfall dazu. Ich habe meinen Körper über Jahre verschlissen, um es drastisch auszudrücken. Das Physische und Heilung war das eine, aber ich musste es vor allem auch mental verarbeiten, dass ich meine Arbeit, so wie ich sie vorher betrieben und geliebt habe, nicht wieder werde machen können. Zumindest nicht mehr körperlich. Und so musste ich einen Weg finden, meine Passion trotzdem leben zu können; anderen diese Reise zu ermöglichen. Mein Wissen weiterzugeben.

Eine veritable Passionsgeschichte. Ich sage: Anne, willkommen in unserem Team!

 

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